Jahreshaupt- und Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler
Für die diesjährige Jahreshaupt- und Abschlussübung entwickelte der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler, Dirk Grein, das nachfolgende Szenario:
Der Gartenbaubetrieb erhielt eine Lieferung diverser Chemikalienfässer. Aus zwei Fässern traten beim Verladen unterschiedliche Chemikalien aus. Durch die Vermischung beider Chemikalien entwickelte sich eine chemische Reaktion, die Atemwegsprobleme und Ohnmachtsanfälle der anwesenden Mitarbeitenden hervorrief.
Ein Mitarbeiter des v. g. Betriebes setzte daraufhin einen Notruf ab.
Gemäß der Alarm- und Ausrückeordnung der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler wurden die Einsatzkräfte des Abschnittes 1 (Baesweiler, Beggendorf und Oidtweiler) über die Leitstelle der StädteRegion Aachen zur Einsatzstelle alarmiert.
Nach Eintreffen der Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle ergab eine erste Erkundung, dass es sich um einen sogenannten CBRN-Einsatz (Chemische, biologische, radiologische und nukleare Substanzen) handelt. Mit Blick auf die Einsatzlage wurden die Einsatzkräfte des Abschnittes 2 (Setterich, Puffendorf und Loverich) ebenfalls zur Einsatzstelle alarmiert.
Durch den Austritt der Chemikalien und der dadurch entstandenen chemischen Reaktion wurden fünf Mitarbeitende der Firma Derks verletzt.
Die Freiwillige Feuerwehr Baesweiler leitete nach Ankunft am Einsatzort als erste Maßnahme die Rettung und medizinische Versorgung der verletzten Mitarbeitenden ein. Sodann begann die Sicherung, Bergung und der Abtransport der Chemikalien. Diesbezüglich wurden Einsatzkräfte mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) eingesetzt.
Auf Grund des schnellen und mannschaftsstarken Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr Baesweiler konnten die verletzten Mitarbeitenden schnell gerettet und medizinisch versorgt werden. Auch gelang es, die giftigen Dämpfe einzudämmen, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestand.