BürgerMitteBaesweiler „offiziell“ eröffnet
Nachdem die Verwaltungsmitarbeitenden der Stadt Baesweiler bereits im vergangenen Dezember in das neue Gebäude an der Mariastraße 2 in Baesweiler eingezogen sind, ist die BürgerMitteBaesweiler nun auch „offiziell“ eröffnet worden.
Bürgermeister Pierre Froesch und Mitarbeitende der Verwaltung informierten bei der Veranstaltung, zu der alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt eingeladen waren, detailliert über das Konzept der BürgerMitteBaesweiler, das neben Verwaltungsdienstleistungen zahlreiche weitere Angebote vorsieht.
Zu Gast waren bei der Eröffnung neben unzähligen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinsvertretenden, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Kooperationspartnern u.a. auch Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung und des Planer- und Architektenteams von architecture + aménagement s.a., Hautmann + Metz Architekten Partnerschaft mbB, Ingenieurbüro Rittgen sowie HDK Dutt + Kist GmbH.
Die BürgerMitteBaesweiler wurde im Rahmen der Städtebauförderung durch Bund und Land in Höhe von über 11 Millionen Euro gefördert. Nur dank dieser Förderung war es möglich, auf die kostenintensivere Sanierung der zwei alten Rathaus-Standorte (Setterich und Baesweiler) zu verzichten, und den langfristig günstigeren Umbau des Rathauses Baesweiler zur BürgerMitteBaesweiler umzusetzen. Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Leben findet Innenstadt: Das zeigt die nun eröffnete BürgerMitteBaesweiler in beeindruckender Weise. Sie ist weit mehr als ein Verwaltungsgebäude – der Name steht für Begegnung und Gemeinschaft. Die BürgerMitteBaesweiler ist ein lebendiger Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger, ein Zentrum für Verwaltung, Ehrenamt, Vereine und Kultur. Alles unter einem Dach. Ein besonderes Highlight: Eltern können ihre Kinder während ihres Behördengangs in einer eigenen Betreuung unterbringen. Mit diesem Konzept setzt Baesweiler Maßstäbe für eine moderne, bürgernahe und familienfreundliche Stadtverwaltung. Insgesamt gefördert mit über 11 Millionen Euro aus der Städtebauförderung.“
„Die Stadt Baesweiler denkt ‚Rathaus‘ mal anders: So werden in der BürgerMitteBaesweiler nicht einfach nur zwei Verwaltungsstandorte zusammengeführt und der Zugang zu den Dienstleistungen vereinfacht, sondern es wird gleichzeitig ein Ort der generationenübergreifenden Begegnung geschaffen“, sagt Gabriela Pantring, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK. „Nordrhein-Westfalen braucht solche zukunftsweisenden Projekte – und wir unterstützen mit unserer passgenauen Finanzierung dabei, dass sie Wirklichkeit werden.“ Die NRW.BANK hat die BürgerMitteBaesweiler mit insgesamt 9,5 Millionen Euro aus ihrem Programm NRW.BANK.Kommunal Invest bei der Finazierung unterstützt und stand der Stadt Baesweiler auch beratend bei dem Projekt zur Seite.
Im November 2021 begann die Baumaßnahme. Zuerst standen damals umfangreiche Entkernungsarbeiten im Innenbereich des alten Rathaus-Gebäudes an, im Anschluss begann der Teilabriss. Der komplette Altbau entlang der Aachener Straße und der Eingangsbereich des angrenzenden Gebäudeteils wurden im Zuge des Umbaus abgerissen. Das verbleibende Bestandsgebäude, parallel zur Mariastraße, wurde entkernt, statisch ertüchtigt und bis zur Aachener Straße durch einen Erweiterungsneubau verlängert. Davor, entlang der Mariastraße, entstand zusätzlich ein mehrgeschossiger Neubau, der durch einen verglasten Gelenkbaukörper mit dem Bestandsgebäude verbunden wurde.
In der BürgerMitteBaesweiler werden alle Dienstleistungen der Verwaltung, die vor dem Einzug noch an zwei Standorten erbracht werden mussten, an einem Ort angeboten. Dies bringt viele Erleichterungen. Es können mehrere Angelegenheiten gebündelt vorgenommen werden.
Der Standort der BürgerMitteBaesweiler ist so gewählt, dass eine Wechselwirkung mit ihrem Umfeld entsteht. Die BMB hat räumlich einen unmittelbaren Bezug zu der gegenüberliegenden Seniorenwohnanlage und dem benachbarten Familienzentrum, die hier stellvertretend für alle Generationen in Baesweiler stehen. Auf die so genannte „Generationenbegegnung“ wurde im Zuge der Planung ein besonderes Augenmerk gerichtet. Menschen unterschiedlichen Alters aus dem gesamten Stadtgebiet sollen die BMB als Begegnungszentrum für alle Belange nutzen.
Die Räumlichkeiten sind in großen Teilen für die Mitnutzung durch Bürgerinnen und Bürger konzipiert. Gemeinsam mit Vereinen, ehrenamtlich Tätigen und Dienstleistenden entwickelt sich ein Standort, der in der Seniorenarbeit, -beratung sowie in der generationenübergreifenden Arbeit, z.B. zwischen dem Familienzentrum und der Seniorenwohnanlage sowie in Fortbildungsangeboten der Volkshochschule (z.B. Seminare, Kurse, Reisevorträge, Renteninformationen), eine entscheidende Rolle spielt. Es entsteht ein umfangreiches Angebot in geeigneten und künftig verstärkt multifunktional genutzten Räumlichkeiten.
Dadurch, dass die BMB in unmittelbarer Nähe zum Familienzentrum Sonnenschein errichtet wurde, gibt es nun die Möglichkeit, in eigens dafür kindgerecht eingerichteten Räumen im Erdgeschoss der BMB Kinderbetreuung anzubieten, während die Eltern Verwaltungsgänge erledigen. Ebenso das Jugendamt kann auf diese kindgerechte Umgebung im Bedarfsfall zurückgreifen. Dies ist einzigartig in der StädteRegion Aachen.
Die BMB soll darüber hinaus in den Abendstunden und an den Wochenenden für Vorträge und Veranstaltungen im Bereich der Elternberatung und Erziehung zur Verfügung stehen. Durch diese Bündelung an einem Standort können Informationen, z.B. durch Vorträge, den Eltern unterschiedlicher Kindertageseinrichtungen gleichzeitig zugänglich gemacht werden. Das Angebot in Baesweiler wird dadurch deutlich ausgeweitet.
Zwischen Familienzentrum und BMB wird zudem ein Generationengarten eingerichtet. In diesem Generationengarten sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, zur Ruhe zu kommen, aber auch zu spielen oder sich - generationenübergreifend - an Gartenarbeit zu üben. So soll das Miteinander zwischen Jung und Alt gefördert werden.
Die BürgerMitteBaesweiler bietet ein Forum für Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende der Verwaltung, Kunstschaffende, Vereine und ehrenamtlich Tätige, um miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu profitieren.
„Die BürgerMitteBaesweiler bietet damit ein gänzlich anderes Konzept, als es bei einem ‘normalen‘ Rathaus üblich wäre“, erläuterte Bürgermeister Pierre Froesch.
„Es ist toll, dass der moderne, transparente Bau und unser Konzept so viele Kooperationspartnerinnen und -partner animiert, sich mit ergänzenden Angeboten einzugliedern und bei uns ein Zuhause finden. Das Gebäude macht gute Laune und birgt beste Voraussetzungen, für ein erweitertes Angebot z.B. auch der Polizei, der VHS und der vielen Baesweiler Vereinen“, freut sich die Baudezernentin Iris Tomczak-Pestel.
Innen und außen sind rund um den Glasgelenkbaukörper multifunktional unterschiedlichen Nutzergruppen dienende Räume konzipiert. Es ist ausreichend Platz vorhanden für Kultur, zum Beispiel für Ausstellungen, bei Salsa-Tanz-Abenden oder für Vorträge, und für städtische Empfänge.
„Wir sind dankbar für die interessierte und offene Zusammenarbeit mit allen, die hier mit uns zusammenarbeiten und es möglich machen, für die Bürgerinnen und Bürger ein so breit gefächertes Angebot anbieten zu können“, unterstrich Bürgermeister Pierre Froesch. Er nutzte ebenso die Gelegenheit sich bei Staatssekretär Daniel Sieveke und der Bezirksregierung Köln für die großzügige finanzielle Förderung zu bedanken, ohne die der Bau der BürgerMitteBaesweiler nicht möglich gewesen wäre.